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© Schlebach AG 2005 Impressum
Aktualisiert: 22. Juni 2010 |
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Zargen, Druckreifen, Seile, Saiten, Felle, Beschläge und Lederzeug: Teile, die eine Trommel erst zu einer Basler-Trommel machen, gibt es bei uns auch einzeln zu kaufen.
Gravur Nach Kundenwunsch lassen wir den Saitenbügel gravieren. Üblich sind: Initialen, Name, Logo, Familienwappen. Diverse Schriftvarianten. Innendämpfer Der Innendämpfer ist ein von aussen stufenlos verstellbarer Hebelarm, der Schwingungen dämpft, die sonst unerwünschte Nebengeräusche („singen“) erzeugen würden.
Dämpferband Ein Dämpferband aus Stoff spannen wir bei der Trommelmontage unter das Schlagfell. Damit wird die Wirkung des Innendämpfers unterstützt. Das Band wird auf Kundenwunsch auch weggelassen.

Reifenpaar (Druckreifen)
Für unsere Trommeln verwenden wir laminierte Reifen wie auch Reifen aus Massivholz. Standardmässig rüsten wir unsere Trommeln mit laminierten Reifen aus. Auf Kundenwunsch montieren wir auch gerne die traditionellen, aber teureren, Reifen aus einem Holzstück. Die Reifen werden für Trommeln von Ø 36 cm bis 43 cm hergestellt.
Laminierte / schichtverleimte Holzreifen Die am häufigsten verwendeten Reifen sind aus Buchenholz laminiert. Sie werden aus 5 Lagen europäischem Buchen-Schälfurnier gefertigt. Laminierte Reifen sind kostengünstiger als Massivholzreifen. Sie sind beständiger gegen Zugkräfte als die Holzreifen aus einem Stück, haben aber den Nachteil, dass bei beschädigter Oberfläche Regenwasser in die Schichten eindringen kann.
Nebst Buche verarbeiten wir auch Furniere aus: - Esche
- Nussbaum
- Vogelaugenahorn
Übliche Oberflächenbehandlungen: naturlackiert, gebeizt und lackiert, gespritzt und mit Filet geklebt.
Massivholzreifen
Die massiven Druckreifen werden nach dem traditionellen Dampfbiegeverfahren aus einheimischem Laubholz (hauptsächlich Buche) hergestellt. Zum Austrocknen werden die gebogenen Rohlinge auf runden Metallformen fixiert. Anschliessend erfolgt die Verleimung auf Schiftung. Mit Massivholz kann beim Profilieren, Schleifen und Bohren eine optimale Oberfläche erreicht werden. Bei Massivholzreifen kann naturgemäss kein Regenwasser eindringen, auch wenn die Deckschicht verletzt ist. Allerdings sind sie auf die Zugkräfte des Trommelseils anfälliger als das schichtverleimte Holz und das Herstellungsverfahren ist teurer.
Filet
Nachdem kleine Vertiefungen im Holz mit einem Füller geglättet wurden, spritzen und lackieren wir die Reifen in ihrer Grundfarbe (in der Regel weiss). Die Filets werden mit hochwertiger Flugzeug-Beschriftungsfolie aufgeklebt. Diese Folie führen wir in vielen Farben, sie ist reissfest, elastisch und daher sehr resistent gegen Randschläge. Sollten die Filets dennoch einmal beschädigt sein, lassen sie sich einfach mit dem Heissföhn entfernen und ersetzen. Die scharfen Kanten und das präzise Kleben der Folie verleihen unseren Reifen ein ansprechendes Erscheinungsbild. Somit hat diese innovative Lösung viele Vorteile. Saiten Durch einen Schlag auf das Schlagfell wird eine „Luftsäule“ bewegt. Dadurch schnellt das Saitenfell nach aussen. Die Saiten werden ebenfalls nach unten geschleudert und schnellen auf das Saitenfell zurück. So resultiert der helle, typische Ton der Basler Trommel. Die Saiten müssen von Piano pianissimo bis Forte fortissimo ansprechen und in jeder Lautstärke den gleichen Klang erzeugen. Daher werden unterschiedliche Materialien und Stärken verwendet: - Darmsaiten in diversen Stärken
- Metallsaiten (mit Metall umwickelte Nylonfäden)
- Spiral- oder Federsaiten
die wir in unterschiedlichen Kombinationen anbieten. Die Anzahl der Saiten ist durch den Platz auf dem Saitenzapfen wie auch durch die Anzahl Saitenrollen an den Saitenzügen beschränkt. Standardbesaitung: 4 Darm, 4 Metall, 2 Spiral.
Saitenschloss Ein komplettes Saitenschloss besteht aus folgenden Bestandteilen:
- Schlossbügel
- Schlosszug:
- Zugstange aussen
- Zugstange innen
- Feststell-Mutter
- Einstell-Mutter f. Metallsaiten
- Einstell-Mutter f. Darmsaiten
- Saitenzapfen
Über die Form des Saitenbügels und die Machart des Saitenschlosses erkennt man in der Regel die Herkunft der Trommel. Das Saitenschloss ist wie der Mercedes-Stern das Markenzeichen des Trommelbauers.
Übliche Oberflächenbehandlungen: verchromt, schwarz verchromt, hell oder dunkel brüniert, poliert (goldig) und in jeder beliebigen Farbe pulverbeschichtet.
Unsere Fellmarken Für unseren Trommelbau und die Reparatur- und Servicearbeiten stellen wir seit jeher Trommelfelle in der eigenen Werkstatt her. Gerne bedienen wir künftig auch den Fachhandel, die Trommelbauer, Vereine und Institutionen mit unseren bewährten Produkten.
SCHLAGFELLE
Gewebefelle - voluminös im Forte und trotzdem sehr
leicht ansprechend im Piano - wetterfest, langlebig und
- bieten ein Trommelgefühl und -klang nahe dem Kalbfell
Oryx®: Einlagig verarbeitet. Die Oberfläche ist weiss-beige mit feiner Struktur. Dicke: 0,30 mm. Power®: Zweilagig verarbeitet. Dieses traditionelle bestens bekannte Schlagfell (ehm. Rothen) ist zweilagig gespannt. Es ist in den Farben weiss, braun oder schwarz erhältlich. Dicke: 0,50 mm Kalbfelle
Die Felle haben eine Dicke zwischen 0,22 bis 0,28 mm. Demnach können nur Häute von Totgeburten oder von Kälbern, die gleich nach der Geburt sterben, verwendet werden. Von 100 Häuten haben nur ca. 40 die Qualität für ein Trommelfell! Dies erklärt auch die hohen Preise der Kalbfelle, trotzdem ist es immer noch das schönste Gefühl, auf einem Kalbfell zu trommeln. SAITENFELLE
Das Saitenfell hat die Funktion einer Membrane, die auf den feinsten Anschlag des Schlagfelles reagieren muss. Daher gilt für uns der Grundsatz: «So dünn wie möglich und so stark wie nötig.»
Papillon®: Milchig-weisse, einlagige Kunststofffolie, 0,13 mm stark.
Libello®: Transparente, einlagige Kunststofffolie, 0,10 mm stark. 
Seile Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Terylenseilen, die mehrheitlich an wetterfesten Metalltrommeln Verwendung finden, und zwischen Hanfseilen, die eher an Holztrommeln oder Trommeln mit Naturfell angebracht werden.
Terylenseil: Das Seil ist als Schling- oder Spiralgeflecht geflochten. Der Rohstoff ist Polyamid. Da die Flechttechnik zu Spannungen im Seil führt, müssen sie thermofixiert werden. Durch diese Erwärmungen werden die Spannungen im Seil abgebaut.
Hanfseil: Das Seil ist gedreht und der Rohstoff ist in der Regel Hanf aus China.
Beide Seile haben eine Kevlareinlage und weisen einen Durchmesser von 6,8 mm auf. Der Kevlarkern nimmt einen grossen Teil der Zugkräfte auf. Dadurch sind die eigentlichen Seilfasern weniger beansprucht. Das Kevlar verhindert eine grosse Ausdehnung des Seils unter Zug. Die Trommel muss daher weniger geschränkt werden, als mit herkömmlichen Seilen ohne Kevlareinlage.
Die Standardfarbe für ein Terylen-Trommelseil ist weiss und wird bei den meisten Metalltrommeln verwendet. Um dem Gestaltungsfreiraum möglichst gross zu halten, arbeiten wir aber auch mit schwarzen, roten und blauen Seilen. Auch zweifarbige Seile sind erhältlich.
Das Hanfseil wird in der Regel naturfarben belassen, in Ausnahmefällen wird auch gebleichtes (fast weisses) Seil verwendet.
Reifenschoner Sie schützen das Holz vor dem grossen Seildruck. Sie werden aus Messing hergestellt und wie folgt veredelt: verchromt, schwarz verchormt, hell und dunkel brüniert, poliert (goldig) oder pulverbeschichtet.
Seilschoner Sie schützen das Seil beim Abstellen der Trommel vor Beschädigung. Es werden immer 3 Stk. am oberen Druckreif angebracht. Sie werden aus Messing hergestellt und wie folgt veredelt: verchromt, schwarz verchormt, hell und dunkel brüniert, poliert (goldig) oder pulverbeschichtet.
Strupfen Für die weissen und schwarzen Strupfen wird 3,5 – 4 mm dickes Chromleder, welches weiss oder schwarz gespritzt wird, verwendet. Für die braunen Strupfen wird vegetabil gegerbtes Leder, welches nicht gefärbt wird, verwendet.
Tragriemen In der Regel besteht der Tragriemen aus Leder. Der weisse und schwarze Tragriemen wird aus 2,6 – 2,8 mm dickem Chromspaltleder, welches ebenfalls weiss oder schwarz gespritzt wird, hergestellt. Der braune Tragriemen wird aus vegetabil gegerbtem Leder, welches nicht gefärbt wird, hergestellt. Eine beliebte Alternative sind aber auch Tragriemen aus dem Trommelseil, die entweder geflochten oder geknüpft werden.
Wickelreifen für Schlagfell- und Saitenfell Wir verwenden Wickelreifen aus Aluminium und Holz.
Aluminium-Wickelreifen: Der Alu-Wickelreif besteht aus einem äusseren und einem inneren Profilring. Das Fell wird um den inneren Ring gewickelt und mit dem äusseren Ring festgedrückt.
Holz-Wickelreifen: Die Holzwickelreifen werden „offen“ aus massivem Buchenholz gefertigt. Die Reifen werden im Hause auf die Grösse der Zarge angepasst, verleimt und verschliffen.
Zarge Die Zarge ist das markanteste Bestandteil unserer Trommel. Durch sie wird die Grösse und der Stil bzw. das äussere Erscheinungsbild der Trommel geprägt. Wir verwenden Zargen aus Aluminium, Messing oder diversen Hölzern, mit Durchmessern und Höhen von 36 cm – 43 cm, wobei 41 cm unsere Standardtrommel ergibt. Die Materialien, die Oberflächenbearbeitung und Gestaltung der Zargen ist sehr vielfältig, daher haben wir sie in folgende Gruppen unterteilt (siehe auch Trommel-Galerie):

- Metalltrommeln, silber oder golden glänzend
- Trommeln aus Buche gebeizt
- Trommeln aus diversen Hölzern, naturbelassen
- Holztrommeln bemalt
- Holztrommeln mit Familienwappen bemalt
- Offene Kategorie
Zargen aus Aluminium Da Aluminiumzargen bei gleicher Stabilität bedeutend leichter sind als Messingzargen, gehört Ihnen die Zukunft. Die Materialstärke beträgt 1 mm und die oberen und unteren Abschlüsse sind rund gebogen. Übliche Oberflächenbehandlungen: verchromen, vergolden, pulverbeschichten und klarlackieren.
Zargen aus Messing Als alternatives Material bauen wir auch Trommeln mit Messingzargen. Das Gewicht ist deutlich höher als bei Aluminiumzargen, daher werden sie nur noch selten verlangt. Übliche Oberflächenbehandlungen: verchromen oder polieren.
Zargen aus Holz Die am häufigsten verwendeten Zargen sind aus Buchenholzfurnier, wir verarbeiten jedoch auch diverse andere Furnierarten:
- Eiche
- Esche
- Kirschbaum
- Nussbaum
- Pappel
- Vogelaugenahorn
Übliche Oberflächenbehandlungen: z.B. gebeizt und lackiert, nur naturlackiert, mit Sujet bemalt oder gespritzt Herstellung: Vier dünne Holzschichten und das Deckfurnier werden in beheizten Pressen zur runden Zarge geformt. Die einzelnen Schichten werden versetzt verleimt, sodass der Klangkörper praktisch nahtlos, kreisrund und in abgekühltem Zustand spannungsfrei ist. Diese Biegetechnik erlaubt auch eine geringe Wandstärke von nur ca. 4,4 mm. Dies sind Qualitätsmerkmale, die beim fertigen Instrument einen trockenen, hellen Klang erzeugen. Geringes Gewicht, grosse Festigkeit und Formgenauigkeit sind weitere positive Eigenschaften unserer Zargen.
Ordonanzverschluss zum befestigen der Trommel Der Lederriemen wird unter das Trommelseil gezogen und mittels Loch und Niete sicher verschlossen. Wird von den Militärtambouren verwendet und ist ausserhalb Basels weit verbreitet.
Riemli zum befestigen der Trommel Der dünne Lederriemen wird mit einem Knoten versehen und unter das Trommelseil gezogen. Traditionelle Befestigungsart die in Basel sehr verbreitet ist.
Schränken Die Trommel ist auch im Ruhezustand d.h. „abgespannt“ hohen Zug- und Druckkräften ausgesetzt. Diese Kräfte werden beim Spannen des Instrumentes erhöht und das Fell durch das Trommeln zusätzlich mechanisch beansprucht, es wird dadurch in der Mitte dünner und dehnt sich flächenmässig aus.
All dies bewirkt, dass sich die beanspruchten Teile „verziehen“. Nach einer gewissen Zeit wird eine so grosse Ausdehnung des Materials erreicht, dass durch normales Spannen der Trommel die gewünschte Härte der Felle nicht mehr erreicht werden kann. Alsdann muss das Instrument geschränkt werden. Als Schränken bezeichnet man das Nachspannen bzw. Nachziehen der ausgedehnten Bestandteile. Dazu braucht es kein Ersatzmaterial und diese Tätigkeit kann nicht als Reparatur bezeichnet werden. Es liegt in der Natur der Sache, dass eine neue Trommel oder dass bei einer Trommel mit neuem Seil und Fellen öfter geschränkt werden muss, als ein Instrument das bereits über ausgedehnte Bestandteile verfügt.

Schlegel – Gewichtsunterschiede Es gibt verschiedene Gründe, dass es im Holz zu Gewichtsunterschieden kommt.
Trotz maschineller Fertigung auf hochmodernen CNC-Drehbänken werden immer Unterschiede im Gewicht der identischen Trommelschlegel bemerkbar sein.
Da Holz im Wachstum verschiedene Zyklen durchläuft, z.B. Sommer und Winter, sind unterschiedliche Stärken im Jahrringbau normal. Dieses sogenannte Früh- oder Spätholz hat unterschiedliche Gewichte, so ist ein Baum der im Flachland wächst, und somit einen längeren Sommer hat gegenüber einem Baum aus höheren Lagen, leichter.
Ebenfalls spielt die Lage eine Rolle. Bäume, die an einem Hang oder durch die Lichtverhältnisse schräge wachsen haben immer Druckholz: dieses ist hangseitig fester (kleinerer Wuchs) und somit schwerer. So sind innerhalb eines Stammes verschiedene Gewichte absolut normal und nicht zu vermeiden.
Einen Einfluss hat auch die Holzfeuchte, die Trommelschlegel werden auf eine feuchte von ca 15% getrocknet. Vereinzelt kann dies aber variieren – auch so sind Gewichtsunterschiede möglich.
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